






Beim
diesjährigen Jahreskonzert im Autohaus Ernst + König wurden
zwölf Jugendliche vom Ersten Vorsitzenden Werner Schillinger
für ihre bestandenen Jungmusiker Leistungsabzeichen in Bronze und
Silber ausgezeichnet.
Von links: Aron Bühler,JMLABronze
Schlagzeug; Philipp Waizmann,JMLASilber
Schlagzeug; Kim Grüninger,
JMLABronze Trompete; Verena
Pöschke, JMLABronze Klarinette; Peter Kaiser, JMLABronze Schlagzeug;
Melina Weis,
JMLABronze Klarinette; Julian
Bürklin, JMLA Silber Schlagzeug; Stephanie Markstahler, JMLA Bronze
Querflöte; Dominik Rigl,
JMLA Bronze Posaune; Vanessa Kremp,
JMLA Bronze Saxophon; Marius Weis,
JMLA Silber Posaune und Sofia Baer;
JMLA Bronze Klarinette.
Wertere Ehrungen:
Antje Nelle wurde
für 25 Jahre aktive Tätigkeit vom Verband geehrt.
Manfred Fischer
wurde aufgrund langer aktiver Tätigkeit als Musiker und in der
Vorstandschaft zum Ehrenmitglied der Winzerkapelle ernannt.
|
Badische Zeitung vom 24. Mai 2011
Das muss man gehört
haben
Das dritte "Concerto
Automobile" der Winzerkapelle bei der Gewerbeschau in Köndringen
verzauberte das Publikum.
TENINGEN. Bereits zum dritten Mal wurde das Autohaus Ernst &
König am Samstag zum Konzertsaal: Beim "Concerto Automobile" gaben
die Winzerkapelle und Musikclown Christian Rabe ihr Bestes und
verzauberten ihre Gäste nahezu, was nicht nur im Schlussapplaus
zum Ausdruck kam. "Was ganz Besonderes" seien die Konzerte im Autohaus,
so Vorsitzender Werner Schillinger; auch Hausherr Siegfried Ernst
begrüßte die Gäste in seinem besonderen Konzerthaus.
Dann ging es wahrlich Schlag auf Schlag los: "Lord Tullamore". Mit
kräftigen Trommelschlägen entführten die Musiker die
Gäste nach Irland. Die irische Volksmusik hat ihren besonderen
Charakter und im Schein der Abendsonne wurden die Gäste geradezu
in die wunderschöne Landschaft der grünen Insel entführt.
Selbst der Duft des Whiskey wurde ruchbar. Eine Herausforderung
für Orchester und die beiden Solisten Philipp Waizmann und Julian
Bürklin war "Mallet Man" von Karel Zuna. Mallet heißt
Schlägel. Die beiden jungen Solisten ließen die
Schlägel geradezu über die beiden Xylophone fliegen und so
die Glockenspiele erklingen.
Bei moderner Blasmusik darf George Gershwin nicht fehlen. "Ein
Amerikaner in Paris" dürfte eins seiner bekanntesten Stücke
sein, eine musikalische Stadtrundfahrt. Musik ist ein Ausdruckmittel
wie die Sprache. Besonders in dem Stück "Godzilla East Las Vegas"
wurde dies deutlich. Musikalisch beschreibt Eric Whitacre in diesem
abwechslungsreichem Werk auf humorvolle Art und Weise die Bedrohung der
Stadt Las Vegas durch das Monster Godzilla. Das muss man hören,
das kann man nicht beschreiben.
Beschreibungen werden auch dem Musikclown Christian Rabe nicht gerecht.
Mit seiner Musikalität und seiner Jonglierkunst hätte er gut
und gerne alleine einen Abend bestreiten können. Clownerie ist die
Kunst, Menschen zum Lachen und (auch) Nachdenken zu bringen. Diesem
Anspruch wurde Christian Rabe gerecht, mit seinen Soli, aber auch, wenn
er Musiker und Publikum in die Show einbezog. Mit dem Tenorhorn reihte
er sich in das Orchester ein und brachte den Konzertmeister fast zur
Verzweiflung. Dann wurde das ganze Auditorium zum großen Chor und
sang mit Rabe den Kanon "Auf ihr Brüder".
Knapp 60 Musiker – mit einer riesigen Vielfalt an Instrumenten – und
mit Alfredo Mendieta, der begeistern und fordern kann: Die
Winzerkapelle ist musikalisch breit aufgestellt und kräftig im
Klang. So schlägt beim Florentiner Marsch das Herz jedes
Blasmusikfans höher. Passend zum Hauptgast kam bei "The Clowns"
das lustige und faszinierende Treiben der Clowns rüber –
Zirkusluft strömte durch den Konzertsaal im Verkaufsraum. Die
Sonne verschwand hinter dem Kaiserstuhl, auf der Bühne
erzählten die Musiker vom Licht des Himmels: mit "Heaven's Light"
von Steven Reineke.
Mit eher leisen Tönen regten die Musiker ihr Publikum an. "A
Klezmer Karnival", eine Musik, die ihren Ursprung in jüdischen
Dörfern und Gettos Osteuropas hat, vereinte drei traditionelle
Formen: Glückwunsch fürs Brautpaar, jüdischen Rund- und
deutschen Hirtentanz. Applaus und Zurufe: Zugabe! Mit dem "Radetzky
Marsch" verabschiedeten sich die Musiker. Sophia Blum hatte
souverän durchs Programm geführt. Das Konzert war auch ein
abendlicher Höhepunkt bei der Gewerbeschau.




|