| Hohlandhock
2010 am Samstag, den 31. Juli "rund um'd Gmeinswoog" |
![]() |
![]() ![]() ![]() ![]() ![]() |
Badische Zeitung vom 04. August 2010 von: Karlernst Lauffer TENINGEN-KÖNDRINGEN. Bei herrlichem Sommerabend-Wetter fand der Hohlandhock zum 34. Male statt und bot ein abwechslungs- reiches Programm, das gekonnt vorgetragen wurde und das die Besucher mit reichlichem Beifall belohnten. Eingestimmt wurden sie von zehn Jugendlichen, die kurz vor dem bronzenen Leistungsabzeichen stehen und zu den 120 gehören, die sich in der musikalischen Ausbildung befinden. Sie demonstrierten mit acht Melodien aus verschiedensten Musikrichtungen, trugen Märsche genauso gut vor wie den "Holzschuhtanz" und das "Schildkrötenrennen", dass in Köndringen eine ausgezeichnete Jugendarbeit gemacht wird. Dabei fiel auf, dass schon alle Register besetzt waren: Klarinette, Posaune, Saxophon. Trompete, Flöte und Schlagzeug. Stefanie stellte die Spieler vor und stolz den Leiter in den Mittelpunkt: "Das ist unser Männi", womit sie Meinhardt Lang meinte, den Dirigenten des Jugendorchesters. Noch besser war die Winzerkapelle unter Alfredo Mendieta. Die jungen Musiker, die in der Kapelle ein Übergewicht haben, haben entscheidenden Einfluss auf die Programmgestaltung genommen. Aber inzwischen gelten schon die Beatles als Tradition, mit denen das Programm anfing, das dann mit "Mama Mia" und Melodien von Abba Gelegenheit bot zu zeigen, dass die dem Militärischen entsprungene Blasmusik schon lange auch abwechslungsreiche Unterhaltungsmusik bedeutet. Auch Lena fehlte nicht, nachdem sie Eurovisions-Siegerin war und damit besser als die Fußballer, wie die Ansagerin Inga Krumrey sagte. Bei der Flöten-Carioca stellte sie die Solisten Kathrin Bührer (Klarinette), Hella Schnur (Flöte), Marius Weis (Posaune) und Katja Fischer (Trompete) vor. Auch die "Goldenen Tenorhörner" mit Martin Bürklin und Mathias Schoner bewiesen, dass eine solche Kapelle keine Probleme hat mit anspruchsvollen Filmmelodien oder traditionelle Marschformen, sei es jetzt im Potpourri "Instant Concert" und auch der spanische Marsch "Paquito el Chacolatero" begeisterte die Zuhörer, die von der Kapelle genauso mitgerissen wurden wie vom Temperament ihres Dirigenten. Winzerkapellen-Vorsitzender Werner Schillinger freute sich, dass der Hock zugleich ein fröhliches Familienfest war. Da passte das Musikstück "Böhmische Sterne" genauso wie "El capitan" oder die "Kuschel-Polka" und der offizielle Abschluss, die "James Last Golden Hits". Doch aller guten Dinge sind 13; die 13. Melodie war eine "Blues Brothers Revue", eine stimmungsvolle Zugabe, die in die Baumwollfelder des amerikanischen Südens und ihren Schwermut entführte. Das war der richtige Kontrast zur kleinen Besetzung, die dann, 15 Musiker stark, Schlager der 70er und 80er Jahre spielte. |