TENINGEN-KÖNDRINGEN (sp). Der Hohlandhock der Winzerkapelle
Köndringen mausert sich nach und nach zu einem der größten
Freiluftkonzerte für Blasmusik in der Umgebung. Etwa tausend Besucher,
so die Schätzung des Vorsitzenden Werner Schillinger, waren am Samstagabend
nach Köndringen auf den Platz bei der Gemeindewaage gekommen, wo die
Stadtkapelle Kenzingen ein zwei Stunden andauerndes Konzert gab.
Die Gäste wurden nicht enttäuscht. Unter Leitung
von Thomas Berger boten die etwa 40 Musikerinnen und Musiker eine bunte
Mischung von konzertanter und Unterhaltungsmusik, die duch Solo- und Gesangseinlagen
sowie Showeffekte aufgelockert wurde. Die Märsche "Unter dem Doppeladler",
"Happy Luxemburg" von James Last, und "The Washington Post" wechselten
mit einem Medley bekannter Lieder von Elvis Pressley, böhmischer Blasmusik
sowie Ausschnitten aus der Operette "Pariser Leben" von Jacques Offenbach
und dem Musical "Starlight Express". |
Die Nuancen wurden sauber herausgespielt und auch auf
den entfernten Plätzen einwandfrei gehört.
Thomas Berger äußerte im Gespräch, er
sei beeindruckt, wie aufmerksam das Publikum auch bei schwierigen Stücken
sei, obwohl bei Veranstaltungen im Freien in der Regel reine Unterhaltungsmusik
gespielt werde. Er selbst begeisterte die Zuhörer als souverener Dirigent
und als exzellenter Solist mit dem Saxofon und auf der Klarinette. Mit
"When the Saints" im klassischen Dixilandstil gab es einen furiosen Ausklang.
Bei den Zugaben bewies die Kenzinger Stadtkapelle mit den Marsch "Hochbadnerland"
und der Musik aus "Star Wars" erneut ihre Vielseitigkeit. Nach dem Motto
"klein abder fein" stellte Michael Bockstahler zum Schluss des abwechslungsreichen
Programms eine neue Formation der köndringer Winzerkapelle vor. Die
fünf Akteure spielten Trompete, Klarinette, Gitarre, Akkordeon und
Zugposaune. Es war eine Kombination, bei der sich fürs Publikum lohnte,
genau zuzuhören. |