Tag der offenen Tür - Enthüllung Kunstwerk
am Sonntag, 19. Juli im und um das "Haus der Musik" Köndringen
Bildergalerie

v.l. Kulturreferent Hellmuth Inderwies, Hermann E. Hechenberger


Bild von links: Botschafter Alvaro Rojas Marín mit Gattin,
Bundestagsabgeordneter Peter Weiß, Bürgermeister Hermann
Jäger mit Gattin, 1. Vorsitzender Werner Schillinger


Winzerkapelle unter der Leitung von Dirigent Alfredo Mendieta



Im Rahmen des "Tages der offenen Tür" wurden die umfangreichen Bildungsangebote im Köndringer Haus der Musik präsentiert. Sehr viele interessierte Eltern und Kinder nutzen die Möglichkeit, in den Unterrichtsräumen direkt mit den Musiklehrern  ins Gespräch zu kommen und die verschiedenen Instrumente auszuprobieren.

Die Angebotspalette reicht vom Baby-Garten, MusikGarten, Früherziehung, Rhythmus-Werkstatt, Blockflötenunterricht bis hin zum individuellen Einzelunterricht an einem Instrument des Blasorchesters. Die Winzerkapelle ist zudem über die Region hinaus einziger Anbieter einer Rhythmus-Werkstatt für Senioren und einer, in den Musikunterricht verwobenen Dauerkooperation mit der örtlichen Grundschule. Angebote wie Trommelgruppen für Erwchsene und Musikalische Fortbildungen ergänzen das Programm.

Badische Zeitung vom 21.07.2009

Chilenischer Botschafter bei der Winzerkapelle

TENINGEN-KÖNDRINGEN (kl). Eigentlich stand nur ein "Tag der offenen Tür" in der Agenda, dann aber wurde ein imponierendes und fantasievolles Denkmal eingeweiht und der chilenische Botschafter trug sich in das Goldene Buch der Gemeinde Teningen ein.

"Die Musik verbindet die Welt", diese Aussage des Vorsitzenden Werner Schilllinger wurde bestätigt durch die Anwesenheit des Botschafters von Chile, Alvaro Rojas Marin, und dessen Landsmann Alfredo Mendieta, den Dirigenten der Winzerkapelle. Der Bundestagsabgeordnete Peter Weiß sprach von einem erfolgreichen Weg der Köndringer Musiker unter diesem Dirigenten. Der Botschafter trug sich in das Goldene Buch der Gemeinde ein, der einzige Botschafter, der darin bis heute darin verewigt sei. Er bedankte sich bei den Köndringer Musiker für die chilenische Nationalhymne und sprach von der Verbindung Deutschlands zu Chile, die seit 1850 bestehe, als die ersten Einwanderer dorthin gekommen seien. Es existiere eine starke Verbindung zu Deutschland und an 26 Gymnasien sei Deutsch die erste Fremdsprache. Es gebe eine gute Verbindung zwischen beiden Ländern, sei doch Peter Weiß als Abgeordneter in Berlin für Kontakte mit Chile zuständig.

Das neue Denkmal mache die Musik, die sonst nur hörbar sei, sichtbar, meinte Schillinger. Bürgermeister Jäger freute sich, dass der Künstler aus der Holledau, dem bayerischen Hopfenanbaugebiet, Hermann Hechenberger, bei der Enthüllung dabei war. Hechenberger war zusammen mit Hellmuth Inderwies, einem Kunstreferenten aus Pfaffenhofen, angereist, der das Kunstwerk würdigte und dem Betrachter näher brachte.
Er erklärte, warum Hechenberger als "Recyclingkünstler" apostrophiert wird, der auch bei den Figuren für Köndringen auf Fahrradhöfen und Flohmärkten gestöbert hatte und alten Musikinstrumenten zu neuem Glanz verhalf. Da sind die breiten Schultern des größeren martialischen Militärmusikers durch Schlagzeugbecken betont. Er scheint auch für Misstöne verantwortlich zu sein. Die zweite Figur spricht nach Inderwies "die Sprache der Engel", ist fantasievoll gestaltet und als Dame nicht an ihren Augen aus Sechskantschrauben zu erkennen, sondern eher an dem Rechen, der den Pony bildet.

Dieses große Musikdenkmal verdient es, intensiv betrachtet zu werden, denn man entdeckt auch den Bezug zur Weinbaugemeinde Köndringen, hat doch der Militärmusiker einen Weinpokal versteckt, der durch Rebblätter verziert ist.




Musikverein Winzerkapelle Köndringen e.V.  -  IMPRESSUM