
v.l.
Kulturreferent Hellmuth Inderwies, Hermann E. Hechenberger

Bild von links:
Botschafter Alvaro
Rojas Marín mit Gattin,
Bundestagsabgeordneter Peter
Weiß, Bürgermeister Hermann
Jäger mit Gattin, 1. Vorsitzender Werner Schillinger

Winzerkapelle unter der Leitung von Dirigent Alfredo Mendieta

Im Rahmen des "Tages der offenen Tür" wurden die umfangreichen
Bildungsangebote im Köndringer Haus der Musik präsentiert.
Sehr viele interessierte Eltern und Kinder nutzen die Möglichkeit,
in den Unterrichtsräumen direkt mit den Musiklehrern ins
Gespräch zu kommen und die verschiedenen Instrumente
auszuprobieren.
Die Angebotspalette reicht vom Baby-Garten, MusikGarten,
Früherziehung, Rhythmus-Werkstatt, Blockflötenunterricht bis
hin zum individuellen Einzelunterricht an einem Instrument des
Blasorchesters. Die Winzerkapelle ist zudem über die Region hinaus
einziger Anbieter einer Rhythmus-Werkstatt
für Senioren und einer, in den Musikunterricht verwobenen Dauerkooperation mit
der örtlichen Grundschule. Angebote wie Trommelgruppen für
Erwchsene und Musikalische Fortbildungen ergänzen das Programm.
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Badische Zeitung vom
21.07.2009
Chilenischer
Botschafter bei der Winzerkapelle
TENINGEN-KÖNDRINGEN
(kl). Eigentlich stand nur ein "Tag
der offenen Tür" in der Agenda, dann aber wurde ein imponierendes
und
fantasievolles Denkmal eingeweiht und der chilenische Botschafter trug
sich in
das Goldene Buch der Gemeinde Teningen ein.
"Die
Musik verbindet die Welt", diese Aussage des
Vorsitzenden Werner Schilllinger wurde bestätigt durch die
Anwesenheit des
Botschafters von Chile, Alvaro Rojas Marin, und dessen Landsmann
Alfredo
Mendieta, den Dirigenten der Winzerkapelle. Der Bundestagsabgeordnete
Peter
Weiß sprach von einem erfolgreichen Weg der Köndringer
Musiker unter diesem
Dirigenten. Der Botschafter trug sich in das Goldene Buch der Gemeinde
ein, der
einzige Botschafter, der darin bis heute darin verewigt sei. Er
bedankte sich
bei den Köndringer Musiker für die chilenische Nationalhymne
und sprach von der
Verbindung Deutschlands zu Chile, die seit 1850 bestehe, als die ersten
Einwanderer dorthin gekommen seien. Es existiere eine starke Verbindung
zu
Deutschland und an 26 Gymnasien sei Deutsch die erste Fremdsprache. Es
gebe
eine gute Verbindung zwischen beiden Ländern, sei doch Peter
Weiß als
Abgeordneter in Berlin für Kontakte mit Chile zuständig.
Das
neue Denkmal mache die Musik, die sonst nur hörbar sei,
sichtbar, meinte Schillinger. Bürgermeister Jäger freute
sich, dass der
Künstler aus der Holledau, dem bayerischen Hopfenanbaugebiet,
Hermann Hechenberger,
bei der Enthüllung dabei war. Hechenberger war zusammen mit
Hellmuth Inderwies,
einem Kunstreferenten aus Pfaffenhofen, angereist, der das Kunstwerk
würdigte
und dem Betrachter näher brachte.
Er erklärte, warum Hechenberger als
"Recyclingkünstler" apostrophiert wird, der auch bei den Figuren
für
Köndringen auf Fahrradhöfen und Flohmärkten
gestöbert hatte und alten Musikinstrumenten
zu neuem Glanz verhalf. Da sind die breiten Schultern des
größeren
martialischen Militärmusikers durch Schlagzeugbecken betont. Er
scheint auch
für Misstöne verantwortlich zu sein. Die zweite Figur spricht
nach Inderwies
"die Sprache der Engel", ist fantasievoll gestaltet und als Dame
nicht an ihren Augen aus Sechskantschrauben zu erkennen, sondern eher
an dem
Rechen, der den Pony bildet.
Dieses
große Musikdenkmal verdient es, intensiv betrachtet
zu werden, denn man entdeckt auch den Bezug zur Weinbaugemeinde
Köndringen, hat
doch der Militärmusiker einen Weinpokal versteckt, der durch
Rebblätter
verziert ist.


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