119. Blau-Weiss-Kappenabend
am 14. Februar 2009 in der Fritz-Boehle-Halle Emmendingen






Bilder: Stefanie Müller
Emmendinge Tor vom 18.02.2009

Neuer Bühnenstar wurde gefeiert – Altstar verabschiedet

Närrisches Feuerwerk beim
119. Blau-Weiß-Kappenabend in der Fritz-Boehle-Halle

Emmendingen. Auch der 119. Blau- Weiß-Kappenabend war voller Überraschungen und Emotionen. Der neue „Bühnenstar“ Jörg Burghardt feierte eine glanzvolle Premiere, der langjährige Büttenprofi Peter van der Kley wurde mit stehenden Ovationen verabschiedet. Entertainer Burghardt (Preisträger des Emmendinger Kulturpreises) begeisterte gleich mit zwei Auftritten: Als „Hausmeister Bolle“ und mit seiner Comedy- und Parodieshow im zweiten Teil.Dabeiwarf der Emmendinger Neubürger sein vielseitiges Talent in die Waagschale. Der stehende Beifall desPublikumswarihm gewiss. Altstar Peter van der Kley verabschiedete sich nach über 30 Jahren Bühnenpräsenz mit einer „Träne im Knopfloch“ aus der Bütt. Ein letztes Mal glänzte er in seiner Macho-Rolle und wurde vom Blau-Weiß-Publikum mit einem Abschiedsständchen („Peter, wir danken Dir“) gefeiert. Nach einjähriger Pause ließ auch Chronist Uli von der Horst in seinem närrischen Protokoll wieder sein Ausnahmetalent aufblitzen. In seinem „Rückblick auf ein schwarzes Jahr“ brachte er die Finanzkrise mit geschliffenenWortbeiträgen auf den Punkt und kam natürlich auch nicht am hessischen und bayrischen Wahldebakel vorbei. „Mir scheint, nur noch die Narrenzunft steht auf dem Boden der Vernunft!“ Blau-Weiß-Präsident „Jo“ Saar und sein Teninger Gegenüber Werner Fross als „Bürgermeister Hermann Jäger“ servierten in ihrer Koch-Show ein „Ortsumfahrungs- Süppchen“ der besonderen Art und förderten mit wortgewandten Rezepten aus der Heimat die angespannten Beziehungen zwischen der Kreisstadt und der Nachbargemeinde zutage.Auch „Martin & Co.“, Martin Zahn, Hennes Wild und „Tausendsassa“ Michael Bach (Ehrung mit 10-Jahres-Orden) und die „Sportfreunde Blau-Weiß“ (Hartmut Ott, Peter van der Kley, „Jo“ Saar) nahmen das aktuelle bundes- und kommunalpolitische Geschehen in ihren Liedern gekonnt aufs Korn.

Die Beatboxer „Acoustic Instinct“ schlugen den Bogen zur Moderne, Blau-Weiß- „Caruso“ Hans-Peter Schippers pflegte mit dem „Emmendinger Narrenmarsch“ dagegen die traditionellen Weisen. „Die Vampire aus Reute“, die Blau-Weiß-Garden und das Männerballett sorgten für die tänzerischen Highlights, „Hachberger Herolde“, „Winzerkapelle“ Köndringen und nicht zuletzt die „Groovties“ (Tanzmusik) umrahmten musikalisch. Thomas Gaess


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