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Susann Eichstädt / DMR
Gründungsgruppe
im November 2006

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Waizmann / Winzerkapelle

Bild: Waizmann / Winzerkapelle
Gruppe
in 2007

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Waizmann / Winzerkapelle
Aktuelle Gruppe seit
Januar 2008

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Waizmann / Winzerkapelle
Berichte
auch auf diesen Seiten:
 
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Badische Zeitung vom
Samstag, 23.02.2008
Angebote
für jedes Alter
Für die
"Rhythmus Werkstatt für Senioren" erhielt die Winzerkapelle einen
Preis in Berlin
Von
Sylvia-Karina Jahn
TENINGEN-KÖNDRINGEN.
Für ihre "Rhythmus Werkstatt für Senioren" hat die
Winzerkapelle
Köndringen jetzt einen zweiten Platz beim "Musikpreis 50 +" des
Deutschen Musikrates (DMR) erhalten. Den Preis übergab
Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen bei einem Festakt im
Instrumentenmuseum der Philharmonie in Berlin an Ausbildungsleiter
Bruno Waizmann und Rhythmiklehrer Martin Leuchtner.
Bruno
Waizmann, Ausbildungsleiter der Winzerkapelle, hat die "Rhythmus
Werkstatt" initiiert, die erstmals 2006 angeboten wurde; die Idee war
freilich schon fünf Jahre älter. Finanzielle Starthilfe
leistete die
"Aktion Mensch" ; so konnten nicht nur Instrumente angeschafft, sondern
auch das erste Angebot finanziert werden.
Das Konzept war
zusammen mit der Gemeinde und dem Seniorenmosaik Teningen erarbeitet
worden. Ziel war es, bei älteren Menschen Schwellenängste
abzubauen,
die Kommunikation und Sozialkontakte zu pflegen und ihnen das
Vereinsleben wieder zugänglich zu machen.
"Die örtlichen Vereine sollen
für jedes Alter
attraktive Angebote haben."
Winzerkapelle Köndringen
Zwar ist
es gerade in Musikvereinen üblich, dass Opa und Enkel
einträchtig nebeneinander musizieren. Doch hier geht es vor allem
um
Menschen, die zuvor selten oder noch nie ein Musikinstrument in der
Hand gehabt haben. "Die örtlichen Vereine sollen für jedes
Alter
attraktive Angebote haben" , heißt es dazu in der Bewerbung des
Vereins. "Eine auf die Gesellschaftsstruktur passende
Vereinslandschaft, die ältere, ausländische, behinderte und
benachteiligten Menschen ebenso berücksichtigt wie den
Vereinsnachwuchs, wird ein großer Gewinn für die
Gesellschaft sein."
Das passte haargenau zu der Ausschreibung des Deutschen Musikrates, der
in seiner Wiesbadener Erklärung moniert hatte, dass in Deutschland
musikalische Angebote für Ältere völlig fehlten.
Zumindest fast.
Denn bei der Winzerkapelle treffen sich derzeit zwölf
Teilnehmerinnen,
um das Spiel mit Congas und anderen Rhythmusinstrumenten wie
Klanghölzern und Rasseln zu erlernen; beim Auftakt waren es acht
Frauen, bis auf eine ohne musikalische Vorkenntnisse und die
ältesten
bereits 87 Jahre alt. Ausdauer, Motorik und Merkfähigkeit wurden
gleich
mit geschult. Etliche Teilnehmerinnen waren etwas gehbehindert. Doch
freiwillige Helfer sorgten dafür, dass für Teilnehmerinnen
aus der
Seniorenwohnanlage ein Fahrdienst zum "Haus der Musik" eingerichtet
wurde.
Die Seniorinnen waren
durchweg begeistert, "Trommeln
macht glücklich" , sagte eine von ihnen. Eine andere komme
regelmäßig
aus dem Glottertal, berichtet Waizmann; dort findet sie kein solches
Angebot und nimmt daher die Anfahrt gern auf sich.
Derzeit
trommelt bereits der vierte Kurs. Wobei Kurs nicht ganz der richtige
Ausdruck ist, denn das Angebot läuft ständig weiter.
Allerdings nehmen
ausschließlich Frauen teil. "Vielleicht trauen sich auch mal die
Männer& " hofft Waizmann. Nach seinen Beobachtungen profitiert
der
gesamte Verein davon, denn nicht selten entdecke die Oma im
Seniorenkurs, dass die Winzerkapelle auch attraktive Angebote für
die
Enkel habe.
Übrigens ist das
nicht die erste Auszeichnung des
rührigen Vereins: Sein "offenes Soundstudio" wurde 2006 mit dem
Innovationspreis des Bundes Deutscher Musikverbände und der Messe
Frankfurt ausgezeichnet und die Kinder- und Jugendarbeit sowie das
Engagement beim Vereinsheimbau erhielten den Bürgerpreis des
Landkreises . Um den Preis des Deutschen Musikrates hatten sich rund 80
Vereine beworben; ein finanzieller Vorteil ist damit freilich nicht
verbunden.
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