| Concerto
Grandioso
am 11.Juni 2005, 20:00 Uhr in der Ludwig-Jahn-Halle Teningen |
Die Zuhörer hielt es nicht mehr auf ihren Plätzen. Nach dem gespielten und getanzten „Star Trek Through“ waren die Zuhörer nicht mehr auf den Plätzen zu halten. Stehend klatschten sie minutenlang Beifall und forderten Zugaben. Der Vorsitzende Werner Schillinger hatte Mühe, sich für den Dank, den alle Akteure an diesem Abend verdient hatten, Gehör zu verschaffen. – Die Zugaben waren der „Florentiner Marsch“ und der „Flieger Marsch“.Bericht in Kürze. |
Badische Zeitung vom 14.06.2005 „Concerto
Grandioso“ war Spitze
Von Siegfried Peter EMMENDINGEN. Das „Concerto Grandioso“ am Samstag in der Ludwig-Jahn-Halle aus Anlass des 100-jährigen Bestehens der Winzerkapelle Köndringen wird als ein Glanzlicht in die Vereinsgeschichte eingehen. Etwa 120 Musikerinnen und Musiker der Werkkapelle Gütermann aus Gutach und des Veranstalters sowie 45 Tänzerinnen und Tänzer des Ballett-Projekt-Ensembles „Pro Arte“ boten den fast 1000 Besuchern ein fast vier Stunden dauerndes Erlebnis für Ohren und Augen. Dazu kamen einige Showeffekte wie aufsteigender Rauch auf der Bühne und am Schluss ein kleines Feuerwerk in der Halle. Angesagt wurde das Programm von dem bewährten Duo Ina Leonhardt und Markus Ziegler. Sie erzählten dabei allerlei Wissenswertes über die Musik und die Komponisten und schafften mit einigen Späßen lockere Übergange zwischen den Programmpunkten. Nach dem Auftakt zeigte sich schnell: Der musikalische Leiter Alfredo Mendieta hatte alles im Griff. Zuerst spielten die beiden Kapellen vergrössern getrennt und im Wechsel, danach vereinigten sie sich zu einem gut eingespielten Gesamt-Orchester. Mit der Suite „Auf in den Kampf Torero“, aus der im Jahre 1875 von Georges Bizet komponierten Oper „Carmen“ über „Espana Cani“ bis zur Musik aus Filmen und Musicals boten sie einen weit gefächerten Querschnitt durch das Repertoire der Blasmusik von der Klassik bis in die heutige Zeit. Die Ouvertüre aus der Operette „Die Fledermaus“ und der Kaiserwalzer erinnerten an Johann Strauß(Sohn), mit dem zeitgenössischen Stück „Omisoka“ wurden japanische Silvester-Bräuche musikalisch umschrieben, besinnliche Töne erklangen bei „Elisabeth“. Zu hören waren auch feine Dialoge zwischen Oboen, Klarinetten und Flöten, temperamentvolle Sequenzen der Perkussionsinstrumente und bei den „3 Tops“ und „Surround Sound“ perfekt gespielte Trompetensolos. Ein viel bejubelter Gag war „Eine kleine Tischmusik“, bei der vier Schlagzeuger mit ihren Schlagstöcken die Töne nicht auf einer Trommel, sondern auf Küchentischen erzeugten. Ein Novum in der Vereinsgeschichte war die Idee, zur Blasmusik ein Ballett auf die Bühne zu bringen. Die Besucher waren vom Ergebnis der Zusammenarbeit von Alfredo Mendieta und seiner Ehefrau Erika Correa-Mendieta als Leiterin und Choreografien von „Pro Arte“ begeistert. Gezeigt wurde klassisches Ballett bis zum Modern-Jazz. Bei der „Fledermaus“ trippelten die Tänzerinnen mit dem Sektglas in der Hand auf den Zehenspitzen über die Bühne, während die beschwipste Rosalinde – „Trinke Liebchen, trinke schnell“ – ständig in der Gefahr war, auf dem Boden zu landen. Es folgten ein Paso Doble in farbenfrohen spanischen Kostümen, dem Original nachgestellte Szenen aus „The Lord of the Dance“ und ein Piratentanz zur Musik aus dem Film „Fluch der Karibik“ mit einem Überfall auf Frauen, die sich mit Teppichklopfern und Kochlöffeln gegen die Degen der Piraten zur Wehr setzten, dem Streit um die Beute und einem Happy End. |