Aus Freude am Spielen
TENINGEN.
Am Samstagabend vereinigten sich 160 junge Musikerinnen und Musiker in
der Ludwig-Jahn-Halle zu einer Demonstration der Jugendarbeit im Bezirk
VI des Oberbadischen Blasmusikverbandes. Mit der Komposition "Fun, Fun,
Fun" brachten sie zum Abschluss ihre Freude am Spielen zum Ausdruck.
Zuvor hatte ein dreiteiliges Konzert
dokumentiert, dass moderne Blasmusik sehr abwechslungsreich und
ansprechend ist und dass im Bezirk VI des Verbandes eine ausgezeichnete
Jugendarbeit stattfindet. Drei Orchester traten in drei
Leistungsniveau-Stufen auf. Da war das Orchester A unter Andreas
Schumann mit den Junioren, einer angeblich niedrigeren Stufe, doch es
hörte sich schon ganz professionell an, wie die Dinosaurer in der
"Prehistoric Suite" von Paul Jennings sich zum Kampf zusammenrotteten
und das dunkle Blech (die Fleischfresser) bekam genauso die
Chance als Register, sein Können zu zeigen, wie das Holz (die
Vegetarier). Auch die Stimmung aus Irland gelang dem Orchester mit
"Celtic Air and Dance", die Schwermut genauso wie der fröhlichen
Tanz. Dem Uneingeweihten fiel es schwer zu glauben, dass dieses Konzert
im Laufe dieses Jugendworkshops erarbeitet worden ist.
Das Orchester B, bei dem sich die Musiker auf Bronze-Niveau befinden,
hatte unter Dirk Hausen eine abwechslungsreiche Mischung
ausgewählt mit der "James Bond Suite" "The Best of Queen" und der
Filmmusik von "Tarzan". Die Percussion-Gruppe unterstützte den
Dirigenten sehr gut bei den ständigen Rhythmus- und
Tempo-Wechseln. Das dritte Orchester (Silber-Niveau) unter Ludwig
Göppert präsentierte die ganze Bandbreite jugendlicher
Blasmusik. Die Jungen und Mädchen waren sehr wohl in der Lage, in
der gefühlvollen "Bohemian Rhapsody" das Heimweh des fahrenden
Volkes zum Ausdruck zum Ausdruck zu bringen und mit der
abwechslungsreichen "Disco Story" die Zuhörer zu unterhalten,
wobei Beat Sound genauso beherrscht wurde wie Slow Fox. Auch die
Jazz-Stimmung aus New Orleans wurde in die Jahn-Halle gezaubert.
Begonnen hatte die Arbeit, wie Martin Böcherer erklärte, am
Samstagmorgen, als die Musiker zum ersten Mal diese Noten sahen und
dann in Gruppen von zahlreichen Ausbildern in den jeweiligen Registern
vorbereitet wurden. Verteilt waren sie in der Schulanlage und
Feuerwehrhaus und DRK-Heim waren in diesen Jugendmusik-Workshop
einbezogen. Die Teninger Musik- und Feuerwehrkapelle erhielt
großes Lob von den Teilnehmern, denn es musste eine große
organisatorische Arbeit vollbracht werden. Mit den Ausbildern und
Helfern hinter der Bühne waren insgesamt 200 Teilnehmer auch mit
Mittagessen zu versorgen.
Der Oberbadische Blasmusikverband besteht aus 86 Vereinen und 6000
Musikern. In Teningen hatten sich neun Vereine der zehn aus dem Bezirk
VI zusammengefunden. Harald Bobeth, Präsident des Oberbadischen
Blasmusikverbandes, sprach von einem grandiosen Konzert und der Beifall
bewies, dass dies auch die Zuhörer fanden, die noch als Zugabe
"Rock around the clock" bekamen.