
Bericht
von Aribert Rüssel
Wer sät der kann auch ernten,
so könnte man die altdeutsche Weisheit zutreffend für die
Winzerkapelle Köndringen interpretieren. Mit viel Aufwand und
Mühe werden Kinder bereits ab dem Babyalter an die Musik
herangeführt, wie beim Musikgarten an dem bereits die Kleinsten
mit ihren Eltern erste musische Kontakte knüpfen können.
Derzeitig betreut die Winzerkapelle 168 Musikschüler/innen,
würde man die Kooperation mit der Köndringer Schule dazu
rechnen, so Pressewartin Brigitte Weis, wären es über 200.
Einen kleinen Ausschnitt der vielfältigen Bemühungen in der
Musikerziehung, konnte man am Samstagnachmittag beim Vorspielnachmittag
des Jugendorchesters, gemeinschaftlich mit den Gruppenmitgliedern der
musikalischen Früherziehung, begutachten.
Bei
dem Vorspielnachmittag im vollbesetzten Haus der Musik konnten die Kids
nun ihr erlerntes vor großem Publikum vorführen. Hierbei
wurde augenscheinlich deutlich, dass seitens der Betreuer und Ausbilder
sehr viel Mühe investiert wird um den Musikschülern nicht nur
die entsprechende Ausbildung zu kommen zu lassen, sondern dass es auch
am nötigen Spaß am musizieren nicht mangelt. So waren die
Kinder der musikalischen Früherziehung, dabei handelt es sich um
Drei- bis Sechsjährige, allesamt bunt geschminkt. Überzeugte
das Jugendorchester unter der Leitung von Andreas Schuhmann, bereits
mit einem guten Leistungsstand, so kam es bei der
Früherziehungsgruppe mehr auf das spielerische rhythmische Element
an. Mit Hilfe von Rhythmus- und Schlaginstrumenten lernen die Kinder
zwischen drei bis sechs Jahren ihre ersten musikalischen Schritte. Zu
bekannten gesungenen Kinderliedern wird dabei der Rhythmus auf
einfachen Instrumenten geschlagen. Mit viel Freude folgten sie den
vorgegebenen taktmäßigen Anweisungen ihrer Betreuerin Silvia
Bergmann auf ihren Trommeln und zum Teil selbsthergestellten
Rhythmusinstrumenten.

Mit diesem Vorspielnachmittag wurde einmal mehr
deutlich wie viel an Zeit und Sachverstand notwendig ist junge Menschen
aktiv für die Musik zu begeistern. Das sich allerdings die
Mühe lohnt, belegt auch der große Anteil Jugendlicher beim
Orchester der Winzerkapelle.